Das lettische Schloss Rundale – Das Versailles der Ostsee

Mit seinen 138 Zimmern gilt Schloss Rundale in Lettland als prächtigstes Barockschloss des Baltikums. Das Anwesen beeindruckt durch hochwertige Architektur und seine großen Ausmaße.

Eines der schönsten Bauwerke der Welt

An Faszination und Glanz ist das Schloss Rundale kaum zu überbieten. Ein traumhaft schönes Ensemble an Rokoko- und Barock-Bauten sowie Parklandschaften prägen das herrliche Anwesen, welches sich in der Region Semgallen, 15 Kilometer westlich der Stadt Bauska, befindet und auch fernab lettischer Grenzen seinesgleichen sucht. In Bauska können Sie zusätzlich die mittelalterliche Burg besichtigen, Informationen finden Sie hier.

Angesichts der sich bietenden Szenerie ist es keineswegs vermessen zu behaupten, dass das Schloss Rundale eine der touristischen Hauptattraktionen des Baltikums und gar Osteuropas darstellt. Schließlich kommt es nicht von ungefähr, dass dieses majestätische Bauwerk anlässlich seiner eindrucksvollen Architektur den Beinamen „Versailles der Ostsee“ trägt.

Lange und wechselvolle Geschichte

Der Bau des Schlosses wurde in den Jahren 1736 bis 1740 von einer russischen Zarin in Auftrag gegeben und sollte einst dem kurländischen Adelsmann Ernst Johann von Biron als Sommerresidenz dienen. Diesem großen Bauprojekt nahm sich der Architekt Rastrelli an, der den Schlosspark nach französischem Stil anlegen ließ. Das Schloss Rundale wurde lediglich drei Jahre von Biron genutzt, ehe sich zu einem späteren Zeitpunkt sein Sohn dem Anwesen bis 1795 annahm. Neben weiteren Bauarbeiten wurde zwischen 1763 und 1768 insbesondere die Inneneinrichtung fertiggestellt.

Das im Ersten Weltkrieg beschädigte Schloss ging 1920 in den Besitz des lettischen Staates über. Dabei diente Rundale vorübergehend auch als Grundschule und Wohnsiedlung. Den Zweiten Weltkrieg konnte das Schloss zwar äußerlich unbeschadet überstehen, aufgrund seiner Nutzung als Kornspeicher ging allerdings ein Großteil der Inneneinrichtung zugrunde. Seit 1972 steht das Schloss Rundale Touristen als Museumsgebäude zur Verfügung.

Eindrücke vergangener Pracht

Eine Besichtigung lohnt jedoch auch ohne die damals prachtvollen Möbel und Accessoires. Schließlich präsentiert Schloss Rundale zahlreiche Schätze aus seiner glanzvollen Vorzeit. So erwartet Sie im Inneren des Gebäudes eine Vielzahl prunkvoller Säle, welche durch Interieur und Architektur gleichermaßen zu fesseln wissen. Der „Goldene Saal“ verfügt über ein 250 Quadratmeter großes Deckengemälde, wobei auch die Große „Galerie“ und der „Weiße Saal“ einzigartige Beispiele für die frühneuzeitliche hohe Kunst der Raumgestaltung darstellen.

Nach dem Vorbild russischer oder französischer Monarchen-Residenzen können Sie sich außerhalb des Schlosses auf symmetrisch angelegte Grünanlagen freuen. Der „französische Garten“ besitzt eine Fläche von knapp 10 Hektar. Wie es sich für eine derartige Anlage gehört, wurde kein Detail außer Acht gelassen. In diesem Landschaftspark können Sie herrlich spazieren gehen und die beeindruckende Architektur des Schloss Rundale von außen auf sich wirken lassen.

Allgemeine Hinweise

Das Schloss Rundale kann an jedem Tag im Jahr besichtigt werden. Die Pforten öffnen sich um 10 Uhr und schließen je nach Jahreszeit zwischen 17 und 19 Uhr.

Wenn Sie z.B. mit Megaflieger nach Lettland reisen, landen Sie am Riga International Airport. Von dort aus können Sie Rundale mit dem Bus oder dem Mietwagen erreichen. Das Anwesen ist etwa 70 Kilometer vom Flughafen Riga entfernt. Sie fahren über die A7 nach Bauska und anschließend über die P103 nach Rundale.

Als Tourist sollten Sie das architektonische Highlight Lettlands besichtigen, schließlich steht das Schloss z.B. dem berühmten Winterpalast in St. Petersburg in nichts nach. Die außergewöhnlich aufwendige Architektur, die mit Spiegeln und Dekorationen verzierten Säle sowie die atemberaubende Außenanlage versprechen eindrucksvolle Erinnerungen. Sie sollten also bei einem Lettland-Urlaub unbedingt einen Abstecher nach Rundale in Erwägung ziehen! Es lohnt sich!