Die Milda – das Freiheitsdenkmal von Riga

Die Milda ist allen Letten ein Begriff und symbolisiert Freiheit und Unabhängigkeit des kleinen Staates. Bei dem Denkmal handelt es sich um einen 19 Meter hohen Obelisken, der sich im Zentrum von Lettlands Hauptstadt Riga auf dem Freiheitsboulevard befindet. Auf der Spitze thront eine 9 Meter große Statue in Form einer Frau, die in ihren gen Himmel gestreckten Händen drei Sterne hält. Die drei Sterne symbolisieren die drei historisch gewachsenen Regionen Kurland, Livland und Lettgallen.

Die symbolische Selbständigkeit Lettlands

Lettland erlangte in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts seine nationale Unabhängigkeit. Um diesem einschneidenden historischen Ereignis ein würdiges Denkmal zu setzen, wurde von 1931 bis 1935 die Milda nach Plänen des bekannten Bildhauers Karlis Zale gestaltet. Als Beweis, wie wichtig der Ausdruck und die Darstellung des Gefühls der Unabhängigkeit den Letten war, gilt der Umstand, dass das Denkmal durch Spenden der Bevölkerung finanziert wurde. Die Milda überdauerte sowohl die deutsche als auch die sowjetische Besatzung und sogar den unerbittlichen Zahn der Zeit. Immer wieder wurden Maßnahmen vorgenommen, um das Denkmal zu schützen.

Die Inschrift am Sockel „Für Vaterland und Freiheit“ spricht den nationalbewussten Letten aus der Seele. Die verschiedenen Skulpturen, die das Fundament bilden, sollen einen Einblick in die stolze Geschichte Lettlands geben und der Blick gen Westen verspricht eine verheißungsvolle Zukunft.

Die Milda als persönliches Freiheitssymbol

Viele Einheimische pflegen ein ganz persönliches Verhältnis zur Milda. Bei Hochzeiten, einem erfolgreichen Studenabschluss oder wenn es darum geht, sich für etwas einzusetzen oder zu feiern, stets ist das hoch in den Himmel ragende Denkmal der erste Anlaufpunkt.

 
 
 

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