Eishockey Weltmeisterschaft: David gewinnt gegen Goliath

Als Lettland jüngst bei der Eishockey Weltmeisterschaft Deutschland besiegte, war das schon eine Überraschung. Grund genug für eine Nachschau dieses Ereignisses, denn der Sieg der lettischen Nationalmannschaft dürfte für einen weiteren Popularitätsschub in dieser Sportart sorgen.

Knapp aber verdient gewonnen

Als krasser Außenseiter aufs Eis gegangen, dominierten die Letten in Stockholm weite Strecken des Spielgeschehens. Bereits nach 23 Minuten und zehn Sekunden, als der Treffer zum 2:0 fiel, wurden die Weichen für den Sieg bei dieser Eishockey Weltmeisterschaft gestellt. Nachdem allerdings Armands Berzins und Aleksejs Sirokovs beste Chancen vergaben, konnte die deutsche Auswahl innerhalb weniger Minuten den Ausgleich erzielen.

Die Letten schienen zu diesem Zeitpunkt das Spiel aus der Hand zu geben, das sie bis dahin souverän beherrscht hatten. Zur Freude der lettischen Fans konnte Sirokovs aber die letzte deutsche Strafzeit zum Siegtreffer nutzen. Dieser Erfolg bei der Eishockey Weltmeisterschaft wird die Euphorie der lettischen Bevölkerung rund um diesen Sport sicherlich weiter ansteigen lassen. Denn Eishockey gilt in Lettland ohnehin als Lieblingssportart.

Das Überraschungsteam

Diese sportliche Sensation nimmt ein noch größeres Ausmaß an, wenn man sich die nackten Zahlen beider Länder vor Augen hält. Der kleine Staat im Zentrum des Baltikums zählt insgesamt etwa 4.424 registrierte Eishockeyspieler, was ungefähr 0,25% der Bevölkerung entspricht. Die Profiliga setzt sich aus insgesamt sechs Vereinen zusammen. In Deutschland sind dagegen 70.000 Menschen in Hockey-Vereinen gemeldet. Der ersten Bundesliga gehören insgesamt 14, der zweiten Bundesliga dagegen 13 Mannschaften an. Rund 400 Hockey-Vereine sind in 15 Landesverbänden organisiert. Dem diesjährigen lettischen Kader für die WM in Schweden gehörten fast nur Spieler der eigenen Liga – vorwiegend aus Dinamo Riga – an. Unter diesem Aspekt gewinnt der Sieg bei der Eishockey Weltmeisterschaft noch mehr an Stellenwert.

Nach dem Erfolg über Italien und den ordentlichen Auftritten gegen Russland und Tschechien, konnte der Sieg über Deutschland einen deutlichen Aufwärtstrend erkennen lassen. Lettland konnte im Laufe der Eishockey Weltmeisterschaft insbesondere das Überzahlspiel signifikant verbessern. Im Tor war auf Edgars Masalskis stets Verlass, die Abwehr spielte sehr solide und auch im Angriff sorgten vor allem Miks Indrasis und Mikelis Redlihs immer wieder für Lichtblicke.

Unter der Hand wurde Lettland sogar als Überraschungsteam der Eishockey Weltmeisterschaft gehandelt. Eine ganze Nation fieberte mit, die Erwartungen bei dieser Eishockey Weltmeisterschaft wuchsen ins Unermessliche. Viele Letten reisten nach Skandinavien, um die eigene Nationalmannschaft anzufeuern. Reisende sollten allerdings bedenken, dass auch im Ausland niemand vor Krankheit oder Unfall gefeit ist – wozu auch übermäßiger Alkoholgenuss zählen kann. Dafür braucht man eine Reiseversicherung nicht unbedingt, aber es empfiehlt sich. Unterschiedliche Anbieter vergleichen kann man übrigens bequem auf online Portalen. Linktipp: Hier können Sie zur Seite von Toptarif.de wechseln.

Genau so überraschend: der Absturz

Was jedoch dann mit der lettischen Mannschaft geschah, konnte sich keiner erklären. Denn in den darauffolgenden Partien gegen Norwegen, Dänemark und Gastgeber Schweden konnte sie keinen einzigen Punkt einfahren. Selbst der Torerfolg blieb gänzlich aus. Was gut begann, nahm ein jähes Ende. Denn damit stand fest: Lettland muss bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Schließlich konnte Russland die Eishockey Weltmeisterschaft für sich entscheiden. Im Finale setzte sich das Team mit 6:2 sehr deutlich gegen Tschechien durch.